Die erste Frage ist nicht, wie oft ein Bestattungshaus posten sollte. Sie lautet: Was sollen Menschen dort über Ihr Haus erfahren, und können Sie diesen Auftritt verlässlich betreuen? Daraus ergibt sich eher eine sinnvolle Entscheidung als aus der Sorge, ohne Instagram etwas zu verpassen.
Ein Anlass aus Ihrem Haus gibt dem Beitrag einen Zweck
Ein Abschiedsraum lässt sich vorstellen: Wie sieht er aus, welche Möglichkeiten bietet er und wie können Angehörige ihn kennenlernen? Ein Vorsorgeabend lässt sich ankündigen. Bei einer offenen Stelle können die späteren Kolleginnen und Kollegen und die Aufgaben sichtbar werden.
Allgemeine Gedenksprüche leisten etwas anderes. Sie erklären weder die Arbeit Ihres Instituts noch eine konkrete Möglichkeit für Angehörige. Ob sie zu Ihrem Auftritt gehören sollen, ist eine redaktionelle Entscheidung. Als alleinige Grundlage beantworten sie die genannten Aufgaben nicht.
Eine verständliche Website bleibt eine eigene Aufgabe
Ein Beitrag kann Interesse wecken. Wer anschließend Adresse, Leistung oder Kontakt sucht, braucht diese Angaben an einer verlässlichen Stelle. Wenn die Website hier Lücken hat, lohnt es sich, sie zuerst zu schließen. Ein zusätzlicher Kanal beseitigt diese Lücken nicht.
Umgekehrt muss eine gute Information nicht ausschließlich für Social Media entstehen. Eine verständliche Beschreibung Ihrer Räume auf der Website kann die Grundlage für einen Beitrag bilden. Dann führt der Beitrag zu einer ausführlicheren Auskunft.
Auch mit externer Hilfe bleibt ein Teil bei Ihnen
Jemand muss wissen, welche Angaben stimmen, welche Bilder verwendet werden dürfen und wann sich etwas ändert. Bei Rückfragen braucht es eine verlässliche Antwort aus dem Haus. Diese Verantwortung kann eine Agentur nicht allein aus allgemein verfügbarem Material übernehmen.
Wie viel Arbeit beim Institut bleibt, hängt vom Auftrag ab. Fertige Vorlagen verlangen andere Zuarbeit als ein Besuch mit Fototermin, Gespräch und anschließendem Text. Wenn intern kaum Zeit vorhanden ist, ist genau dieser Unterschied entscheidend.
Ein begrenzter Versuch kann genügen
Sie müssen nicht sofort ein dauerhaftes Veröffentlichungsprogramm aufbauen. Ein abgegrenztes Thema, etwa die Vorstellung eines Raumes, zeigt bereits, wie Material, Abstimmung und Rückfragen funktionieren. Danach lässt sich beurteilen, ob das Haus den Aufwand fortführen möchte.
Es kann ebenso eine begründete Entscheidung sein, zunächst die Website zu verbessern oder nur zu bestimmten Anlässen zu veröffentlichen. Maßgeblich ist, welche Aufgabe erledigt wird und ob die Betreuung im Alltag Platz findet.
Für die Vorbereitung hilft der Beitrag Was soll unser nächster Beitrag zeigen? Bei externer Unterstützung lohnt sich der genaue Blick auf Leistung und Zuarbeit eines Social-Media-Pakets.