Sie möchten Ihr Bestattungshaus auf Facebook oder Instagram vorstellen. Vielleicht fehlen Ihnen dafür die Zeit, passende Bilder oder jemand, der aus Ihrem Wissen verständliche Texte macht. Ein Dienstleister könnte Ihnen diese Arbeit abnehmen. Doch was brauchen Sie eigentlich: fertige Vorlagen, Hilfe bei einzelnen Beiträgen oder jemanden, der den Auftritt regelmäßig betreut?
Eine Monatszahl beantwortet diese Frage nicht. „Zwölf Beiträge“ können zwölf fertige Veröffentlichungen bedeuten. Sie können aber auch zwölf Entwürfe sein, für die Sie erst noch Themen, Fotos und sämtliche Informationen liefern müssen. Beides lässt sich anbieten und vereinbaren. Für Ihre Entscheidung macht es einen erheblichen Unterschied.
Benennen Sie zuerst die Arbeit, die Sie abgeben möchten
Bevor Sie Pakete vergleichen, schreiben Sie auf, woran die Veröffentlichung bisher scheitert. Dafür reichen wenige konkrete Sätze: „Wir haben Themen, aber niemand schreibt die Texte.“ Oder: „Wir möchten unsere Räume zeigen, haben aber keine brauchbaren Fotos.“ Oder: „Wir beginnen immer wieder und schaffen es dann wochenlang nicht, etwas zu veröffentlichen.“
Aus diesen drei Situationen ergeben sich unterschiedliche Aufträge. Im ersten Fall brauchen Sie Unterstützung beim Schreiben, im zweiten einen Fototermin, im dritten eine verlässliche Planung und Umsetzung. Ein umfassendes Monatspaket ist dafür eine Möglichkeit. Ein einzelner Auftrag oder eine kleine, wiederkehrende Unterstützung kann ebenfalls passen.
Beschreiben Sie Ihren Engpass, bevor Ihnen jemand ein Paket empfiehlt. Dann lässt sich besprechen, welche Arbeit tatsächlich übernommen werden soll.
Was soll der Auftritt für Ihr Haus leisten?
„Wir müssen sichtbarer werden“ ist als Auftrag zu ungenau. Überlegen Sie stattdessen, was Menschen über Ihr Haus erfahren sollen. Möchten Sie zeigen, wie ein Abschied in Ihren Räumen aussehen kann? Suchen Sie eine Fachkraft? Laden Sie zu einem Informationsabend ein? Oder wollen Sie Fragen beantworten, die Angehörige im Gespräch immer wieder stellen?
Für einen Informationsabend werden Thema, Termin, Ort und Anmeldung gebraucht. Für die Personalsuche sind Aufgaben, Arbeitsbedingungen und ein erreichbarer Ansprechpartner entscheidend. Beschreiben Sie beispielsweise, welche Tätigkeiten zur Stelle gehören und wie Bereitschaftsdienste organisiert sind. Wer Ihre Abschiedsräume kennenlernen soll, braucht Bilder und eine verständliche Beschreibung der Möglichkeiten vor Ort. Ein allgemeiner Sinnspruch erfüllt diese Aufgaben nicht.
Sie müssen nicht alle Ziele gleichzeitig verfolgen. Wählen Sie für den Anfang eine Aufgabe aus. Das erleichtert die Themenauswahl und verhindert, dass Sie nur veröffentlichen, weil der nächste Termin im Kalender steht.
Vorlagen, einzelne Aufträge oder laufende Betreuung?
Keine dieser Formen ist grundsätzlich die richtige. Entscheidend ist, was Sie selbst leisten können und übernehmen möchten.
| Unterstützung | Kann passen, wenn … | Bei Ihnen bleibt … |
|---|---|---|
| Vorlagen zum Anpassen | jemand im Team Texte und Bilder auswählen und bearbeiten kann. | Themenauswahl, Anpassung an Ihr Haus, Prüfung und Veröffentlichung. |
| Einzelne Aufträge | Sie gezielt Fotos, Texte oder eine konkrete Aktion vorbereiten möchten. | die weitere Planung und alles, was der Auftrag nicht umfasst. |
| Laufende Betreuung | regelmäßig jemand Themen entwickeln und Beiträge umsetzen soll. | Auskunft über Ihr Haus und die vereinbarte fachliche Freigabe; weitere Aufgaben je nach Leistungsumfang. |
Vorlagen können Arbeit sparen. Sie werden aber erst durch passende Angaben zu Ihrem Haus zu einem eigenen Beitrag. Wer individuelle Betreuung beauftragt, sollte vereinbaren, wie diese Informationen beschafft werden: durch ein Gespräch, einen Besuch oder regelmäßige Rückfragen. Andernfalls bleibt die Themenentwicklung möglicherweise vollständig bei Ihnen.
Gehen Sie einen Beitrag vom Thema bis zur Veröffentlichung durch
Nehmen wir als Gedankenbeispiel einen Beitrag über Ihren Abschiedsraum. An diesem einen Thema können Sie die Zusammenarbeit vor der Beauftragung durchsprechen.
Jemand muss klären, was Sie zeigen möchten: den Raum, seine Ausstattung oder die Möglichkeit, einen Abschied persönlich zu gestalten. Anschließend werden aktuelle Fotos benötigt. Der Text muss erklären, was in Ihrem Haus tatsächlich möglich ist. Danach folgen Ihre Freigabe, mögliche Korrekturen und die Veröffentlichung.
Für den Inhalt können Sie etwa klären: Können Angehörige eigene Musik mitbringen? Wie wird ein Termin für den Abschied vereinbart? Gibt es einen barrierefreien Zugang? Wählen Sie die Angaben aus, die für Ihre Räume zutreffen. So hilft der Beitrag Menschen, sich auf einen Besuch vorzubereiten.
Lassen Sie für diese Schritte festhalten, wer sie übernimmt und was zusätzlich kostet. „Wir betreuen Ihren Kanal“ lässt beispielsweise offen, ob ein Fototermin enthalten ist, wie viele Korrekturen vorgesehen sind und wer auf Rückfragen unter dem Beitrag antwortet.
Besprechen Sie auch, was in einer arbeitsreichen Woche passiert. Wie früh kommen die Entwürfe? Wer erinnert an eine ausstehende Freigabe? Wird ein Beitrag verschoben, wenn Angaben fehlen? Für ein Bestattungshaus kann diese Abstimmung wichtiger sein als die Frage, ob ein Paket zehn oder zwölf Veröffentlichungen enthält.
Geben Sie Formulierung und Gestaltung ab, behalten Sie die fachliche Freigabe
Ein Dienstleister kann Ihre Informationen ordnen, verständlich formulieren und gestalten. Welche Leistungen Ihr Haus anbietet und wie Sie Angehörige begleiten, müssen Sie ihm erklären. Das lässt sich vorbereiten: mit einem Gespräch, einer Sammlung wiederkehrender Fragen und einigen guten Bildern.
Prüfen Sie vor der Veröffentlichung besonders Aussagen zu Kosten, Erreichbarkeit, Bestattungsformen und örtlichen Möglichkeiten. Ein Beitrag kann gut geschrieben sein und trotzdem etwas versprechen, das Ihr Haus so nicht anbietet. Vereinbaren Sie deshalb, dass Veröffentlichungen mit solchen Aussagen Ihre Freigabe benötigen.
Für die Themenfindung brauchen Sie keine persönlichen Geschichten aus konkreten Sterbefällen. Sie können Ihre Räume vorstellen, Aufgaben im Team erklären oder allgemeine Fragen aus Beratungsgesprächen aufgreifen, ohne Namen und Einzelheiten eines Falls zu verwenden. Das liefert bereits Stoff für einen Auftritt, der Ihr Haus erkennbar macht.
Rechnen Sie das ganze Vorhaben, einschließlich Ihrer eigenen Zeit
Stellen Sie für denselben Zeitraum zusammen: Einrichtung, laufende Betreuung, Fotos oder Videos, zusätzlich beauftragte Änderungen und gegebenenfalls Werbeausgaben. Lassen Sie sich erklären, welche Leistungen im Paket enthalten sind und welche gesondert abgerechnet werden. Achten Sie darauf, dass Sie Angebote jeweils auf derselben Grundlage vergleichen, etwa mit Nettopreisen.
Notieren Sie daneben Ihren eigenen Aufwand. Wenn Sie monatlich Themen sammeln, Bilder aufnehmen, Texte weitgehend neu schreiben und selbst veröffentlichen, kaufen Sie eine andere Unterstützung als bei einer Betreuung, die diese Arbeitsschritte übernimmt. Ein niedrigerer Rechnungsbetrag kann dazu passen. Er sagt allein aber wenig darüber aus, welche Lösung Sie stärker entlastet.
Für Ihre Entscheidung zählt, welche Arbeit Sie für den Gesamtpreis erhalten und welche Arbeit Sie weiter selbst erledigen. Eine pauschale Aussage wie „Dieser Monatspreis ist für Bestatter angemessen“ hilft ohne Leistungsbeschreibung nicht weiter.
Lassen Sie sich erklären, was aus den Beiträgen folgt
Welche Auswertung hilfreich ist, hängt von Ihrer Aufgabe ab. Bei einer Einladung sollten Sie erfahren, ob es Rückfragen und Anmeldungen gab. Bei der Personalsuche interessieren Sie passende Bewerbungen und Gespräche. Bei der Vorstellung Ihrer Räume können konkrete Nachfragen zeigen, welche Informationen noch fehlen.
Likes und Aufrufe können ergänzende Beobachtungen sein. Sie beantworten diese Fragen jedoch nicht von selbst. Wenn ein Bericht hohe Zahlen zeigt, lassen Sie sich erläutern, was genau gezählt wurde, für welchen Zeitraum die Angaben gelten und ob zusätzlich Geld für die Verbreitung ausgegeben wurde.
Nicht jeder Beitrag muss unmittelbar zu einem Anruf führen. Ein Auftritt kann auch dazu dienen, dass Menschen Ihr Team und Ihr Haus kennenlernen. Dann sollten Sie gemeinsam beurteilen, ob die veröffentlichten Inhalte diesen Einblick tatsächlich geben. Vereinbaren Sie einen Termin, an dem Sie besprechen: Was führen wir fort, was ändern wir und was lassen wir weg?
Klären Sie vor dem Start, wie Sie später weiterarbeiten können
Lassen Sie sich zeigen, wie eine von Ihnen bestimmte Person die vereinbarten Konten selbst verwalten kann. Halten Sie fest, welche Zugänge ein Dienstleister erhält und wie die Zusammenarbeit beendet wird. Dazu gehört auch, welche Bilder, Texte und Dateien Sie anschließend erhalten.
Besprechen Sie die weitere Verwendung ausdrücklich: Dürfen Sie die Bilder auf Ihrer Website einsetzen, einen Text für einen Flyer bearbeiten oder Materialien nach Vertragsende weiterverwenden? Nutzungsrechte können nach § 31 Urheberrechtsgesetz räumlich, zeitlich oder inhaltlich begrenzt sein. Lassen Sie den vereinbarten Umfang deshalb festhalten, statt eine unbegrenzte Verwendung vorauszusetzen.
Mit dieser Anfrage kommen Sie weiter
Wenn Ihnen ein Angebot vorliegt, müssen Sie nicht sofort alle Fachbegriffe verstehen. Schicken Sie zunächst eine konkrete Beschreibung Ihres Bedarfs und bitten Sie um eine entsprechend genaue Antwort. Zum Beispiel:
Wir möchten unseren Abschiedsraum vorstellen und Angehörigen erklären, welche Möglichkeiten er bietet. Bitte beschreiben Sie an diesem Beispiel, welche Arbeit Sie übernehmen: Themenvorbereitung, Fotos, Text, Korrekturen, Veröffentlichung und Antworten auf Rückfragen. Welche Informationen und wie viel Zeit benötigen Sie von uns? Welche Kosten entstehen insgesamt? Bitte erläutern Sie außerdem, welche Konten und Materialien wir bei einem späteren Wechsel weiterverwenden können.
Ersetzen Sie den Abschiedsraum durch Ihr eigenes Vorhaben. An der Antwort können Sie erkennen, ob das Angebot Ihren Bedarf abdeckt. Vielleicht benötigen Sie anschließend einen Fototermin und drei ausgearbeitete Beiträge. Vielleicht passt eine laufende Betreuung besser. Auch die Entscheidung, zunächst mit vorhandenen Mitteln selbst zu beginnen, kann daraus folgen.