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Social-Media-Auswertung: Was sagen die Zahlen Ihrem Institut?

Eine Aufrufzahl zeigt nicht, ob daraus Anmeldungen oder Bewerbungen entstanden sind. Ein Bericht muss erklären, was gezählt wurde und was sich daraus ableiten lässt.

Ein Aufruf, ein Klick und eine Anfrage sind unterschiedliche Beobachtungen und keine zugesagte Wirkungskette.

Der Anlass entscheidet, welche Beobachtung weiterhilft

Bei einer Veranstaltung interessieren Rückfragen und Anmeldungen. Bei einer Stellenanzeige sind passende Bewerbungen und geführte Gespräche wichtig. Nach einer Vorstellung Ihrer Räume können Fragen zeigen, welche Angaben Menschen für einen Besuch noch fehlen.

Diese Beobachtungen gehören neben die Plattformzahlen. Sie müssen nicht jeden Kontakt einer Veröffentlichung zurechnen. Wenn jemand den Beitrag als Anlass nennt, ist das ein konkreter Hinweis. Wenn die Herkunft einer Anfrage unbekannt bleibt, sollte sie auch so behandelt werden.

Eine Zahl braucht eine verständliche Bedeutung

Bei einem Bericht sollte erkennbar sein, was gezählt wurde: Aufrufe, erreichte Konten, Reaktionen oder tatsächlich eingegangene Anfragen. Der Zeitraum und die Herkunft der Daten gehören dazu. Die Namen der Kennzahlen allein erklären noch nicht, ob dieselbe Person mehrfach eingeht.

Ebenso wichtig ist das eingesetzte Werbegeld. Wurde ein Beitrag zusätzlich bezahlt verbreitet, lässt sich seine Reichweite nicht ohne diese Angabe mit einer unbezahlten Veröffentlichung vergleichen. Anzeigenkosten und Kosten der Betreuung sollten getrennt erkennbar bleiben.

Die Veröffentlichungen selbst gehören auf den Tisch

Ein gemeinsamer Blick auf den Inhalt erklärt oft mehr als eine Monatssumme. Bei der Einladung wären Thema, Termin und Anmeldung zu prüfen. Bei der Raumvorstellung wäre interessant, ob Bilder und Beschreibung die Fragen der Leser beantworten.

Fehlen in einer Raumvorstellung Angaben zum Zugang, kann die Auswertung das als konkreten Verbesserungsbedarf benennen.

Auch Abstimmung und Zuarbeit kosten Zeit

Für die Entscheidung über eine Betreuung zählen neben externen Kosten auch die Arbeitsstunden im Institut. Wenn jeder Entwurf grundlegend korrigiert werden muss, fehlt möglicherweise Wissen über das Haus oder eine verlässliche Themenabsprache. Wenn Material rechtzeitig vorliegt und Freigaben zügig gelingen, ist das ebenfalls eine relevante Beobachtung.

Die Besprechung sollte deshalb eine konkrete Folge haben: eine fehlende Angabe ergänzen, die Bildbeschaffung anders organisieren oder ein Thema vorerst zurückstellen. Die Frage an die Betreuung kann schlicht lauten: „Was würden Sie aufgrund dieser Ergebnisse beim nächsten Beitrag ändern – und warum?“

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